3. Tag: Cazucá, Hort von der 2.-11. Klasse und Kindergarten von 2-5 Jahren
Der Kleinbus schaukelt immer kräftiger auf der unbefestigten Straße mit den großen Schlaglöchern und Pfützen hin und her, die Berge an herumliegendem Müll nehmen zu, Häuser und Hütten werden immer einfacher und baufälliger und der offene Abwasserkanal "aqua negra", schwarzes Wasser, fließt neben der Straße . Dann erreichen wir den Kindergarten und Hort in Cazucá, dem von großer Armut geprägten Viertel im Süden von Bogotá.
Als wir ankommen, fühlt es sich fast an, wie der Einlauf in ein Stadion. die Kinder sind im Spalier aufgestellt und winken uns mit kleinen deutschen und kolumbianischen Fahnen zu. Und für einen Moment bleibt mir die Luft weg. Zwischen all den Gesichtern -neugierigen, schüchternen und vor allem ernsten, spürt man sofort, hier ist etwas anders. Was soll's denk ich mir, breite meine Arme aus und laufe jubelnd durch das Spalier und hoffe so das Eis zu brechen - nicht nur für die Kinder auch für uns.
Mittlerweile ist es nach Mitternacht, ich sitze hier in Fleecejacke, Daunenjacke und dicken Wollsocken, mir ist trotzdem kalt, in Bogotá gibt es keine Heizungen, die Fenster in unserem Apartment schließen nur schlecht und draußen ist es nur 10 Grad. Ich bin müde und vertröste euch auf morgen mit ausführlicheren Eindrücken, heute gibt es vor allem Fotos.























